Aktion des Riesaer Appell 2.0 anlässlich der NPD-Kundgebung am 29. Juni in der Riesaer Innenstadt

Anlässlich der NPD-Demonstration am 29. Juni unter dem Motto: „Riesa sagt Nein:
Asyl-Wahnsinn und Kriminalitätsimport stoppen!“ haben Akteure des Riesaer Appell 2.0
Flugblätter verteilt. Mit der Aktion sollte unmissverständlich gegen die Instrumentalisierung
eines kürzlich geschehen Handtaschenraubs eines Asylbewerbers durch die NPD Position
bezogen werden, ohne die Tat an sich zu bagatellisieren.

Lesen Sie hier den Bericht der Sächsischen Zeitung:

Bildschirmfoto 2016-06-30 um 15.57.00

Der Infoflyer des Riesaer Appell 2.0 zum Download:

Bildschirmfoto 2016-06-30 um 15.47.05

Vielen Dank an alle Helfer, die sich bei der Verteilaktion engagiert haben!

Riesaer Appell 2.0 gegründet | Online-Aufruf folgt in Kürze

Riesaer Appell 2.0 gegründet

Der Aufruf Riesaer Appell ist nun Geschichte. Am 30.Mai gründeten in Riesa
über 20 Personen die Initiative Riesaer Appell 2.0, welche sich als Nachfolger
des, von Riesaer Kinder- und Jugendeinrichtungen im Jahre 2011 initiierten
Aufrufs „Riesaer Appell“ sieht.

„Der Ursprungsaufruf bedurfte dringend einer Aktualisierung in Bezug auf die
aktuellen gesellschaftlichen Debatten, insbesondere auf die Diskussionen in
Zusammenhang mit dem Umgang von Flüchtlingen in unserem Land.
Außerdem wollten wir den Übergang von einem reinem Aufrufcharakter hin zu
einem Aktionsbündnis, welches sich in die aktuellen Debatten aktiv einmischt
und klar Position bezieht.“ so Anja Müller Mitglied der SprecherInnengruppe
der neuen Initiative.

Der neue Aufruf „Riesaer Appell 2.0“ kann, ähnlich wie in 2011 von allen
BürgerInnen und Bürgern, die sich mit dem Text identifizieren unterstützt
werden. „Es geht allerdings nicht vordergründig um das Sammeln möglichst
vieler Unterstützerunterschriften. Wir wollen natürlich Menschen die Möglich-
keit geben, sich auch öffentlich zu Themen wie Fremdenfeindlichkeit und
Umgang mit Flüchtlingen zu positionieren, aber als Aktionsbündnis ist uns
natürlich viel daran gelegen, potentielle MitstreiterInnen zu gewinnen um
genau an diesen Themen zu arbeiten.“ so Katja Schlennstedt ebenfalls Mitglied
der SprecherInnengruppe.

Interessierte können sich in 4 Arbeitsgruppen engagieren

Die Initiative „Riesaer Appell“ wird zunächst in 4 Arbeitsgruppen („Begegnungen
schaffen“, „Vernetzung“, Rechtsextremismus“ und „thematische Veranstaltungen“)
konkrete Inhalte planen. Volker Herold von der SprecherInnengruppe: „In der
Vorbereitung zur Neugründung des „Riesaer Appell 2.0“ sind eine Vielzahl von
Ideen entstanden, die wir gern umsetzen möchten. Das Spektrum reicht von
Angeboten bei der Integration von Flüchtlingen, über Möglichkeiten bei gemein-
samen Begegnungen Vorbehalte gegenüber Flüchtlingen abzubauen, bis hin zur
Auseinandersetzung mit rechtsextremen Bemühungen die Flüchtlingsdebatte für
ihre Zwecke zu nutzen. Wie dem aktuellen Verfassungsschutzbericht eindeutig zu
entnehmen ist, spielt bei letzterem Punkt nach wie vor die NPD und auch der
Standort Riesa mit dem Deutsche Stimme Verlagsgebäude eine wichtige Rolle.“

„Das gezielte Schüren von Ängsten und Vorurteilen gegenüber Geflüchteten
erschwert eine ehrliche Debatte über Integration und Teilhabe von Flüchtlingen.
Auch in unserer Stadt brauchen wir einen breiten zivilgesellschaftlichen Konsens,
wie wir zusammen hier leben möchten, was für Erwartungen wir an die neuen
Riesaer haben und was im Gegenzug von uns erwartet wird. Integration funktioniert
eben nur dann, wenn beide Seiten dazu bereit sind. Es braucht denjenigen, der sich
integrieren möchte und es braucht ein gesellschaftliches Klima der Offenheit, was
Integration zulässt. Diese Debatte möchten wir ganz praktisch anstoßen.“ so Andreas
Näther SprecherInnengruppe Riesaer Appell 2.0.

Anas Alhashmi, ebenfalls Mitglied der fünfköpfigen SprechInnegruppe und selbst
Flüchtling: „Wir sind hierher geflüchtet um in Frieden und Sicherheit leben zu
können und wir sind dankbar, dass wir hier aufgenommen wurden. Viele Flüchtlinge
wollen die deutsche Sprache lernen und sich integrieren. Um die Deutschen und ihre
Kultur zu verstehen müssen wir sehr viel lernen, dafür brauchen wir Unterstützung.
Wir sind froh, dass viele Riesaer Flüchtlingen dabei helfen. Auch wir möchten, dass
die Riesaer uns und die Ursachen unserer Flucht besser verstehen, um Vorurteile und
Ängste abzubauen. Wir hoffen mit dem Riesaer Appell 2.0 eine Möglichkeit zu haben,
die Fremdheit zwischen uns Menschen zu überwinden, deshalb unterstützen auch
Flüchtlinge diesen Aufruf . Wir möchten gern mit den Riesaern ins Gespräch kommen.“

Riesaer Appel 2.0 online unterzeichnen

Der Aufruf „Riesaer Appell 2.0“ wird in den nächsten Tagen unter www.netzwerkstelle-
riesa.de einsehbar sein. Eine Unterstützung des Aufrufes kann dann auch online erfolgen.

Demokratische Kultur schwer gemacht in Riesa!
Abwasser, Windkraft, Asyl … wann bin ich politisch?

Einen kleinen bitteren Nachgeschmack hatte die Neugründungsveranstaltung allerdings:
Das Gründungstreffen durfte nicht wie geplant in der Gröbaer Schlossremise stattfinden.
Die Stadt Riesa als Eigentümerin untersagte die Veranstaltung an diesem Ort, da es sich
um eine politische Veranstaltung handelte, die gemäß Stadtratsbeschluss aus dem Jahr
2000 nicht in städtischen Immobilien stattfinden dürfen. Bei strahlendem Sonnenschein,
wurde die Gründungsversammlung also nicht in einem städtischen Gebäude abgehalten
und der Gründungsaufruf wurde auch im Freien unterzeichnet. Im Jahr 2011 erfolgte die
Gründung des Riesaer Appell, trotz dieser Satzung, noch im städtischen Kinder- und
Jugendtreff Kaufhalle unter Beteiligung der damaligen Oberbürgermeisterin Töpfer.

„Die Integration von Flüchtlingen und die in diesem Zusammenhang wichtige Ausein-
andersetzung mit dem Thema Fremdenfeindlichkeit in unserer Stadt kann nur gelingen,
wenn Bürgerschaft und Stadt an einem Strang ziehen. Wir hoffen, dass die Absage der Stadt
Riesa tatsächlich nur diesen angeführten formellen Grund hatte. Wenn die Stadt schon selbst
keine politische Diskussionen mit ihren BürgerInnen zu diesem Thema führt, sollte doch
zukünftig wenigstens eine Diskussion der Bürgerschaft in städtischen Räumen gestattet sein.
Ansonsten brauch man sich nicht wundern wenn diese Diskussionen auf der Straße oder am
Stammtisch stattfindet.“ so die SprecherInnengruppe des Riesaer Appell 2.0.

EINLADUNG ZUR NEUGRÜNDUNG ‘RIESAER APPELL 2.0’ | 30. Mai | 18 UHR | Schlossremise Gröba

Einladung Neugründung Riesaer Appell 2.0

Liebe Mitstreiterinnen und UnterstützerInnen des Riesaer Appell,

in unserem Vorbereitungstreffen zur Neugründung/Neuausrichtung
des Riesaer Appell am 12. März stand vor allem die Frage der inhalt-
lichen Neuausrichtung im Mittelpunkt der Veranstaltung.

An erarbeiteten Themenwänden wurden eine Vielzahl von Ideen
formuliert, die gezeigt haben, dass ein breites zivilgesellschaft-
liches Bündnis aus verschiedenen Akteuren auch in Riesa wichtig
und notwendig ist, welches entschieden für grundlegende
humanistische Werte und gegen Diskriminierung und Rassismus
eintritt.

Der 2011 von Trägern der Kinder- und Jugendarbeit initiierte
Aufruf „Riesaer Appell“ bedarf, wie am 12. März bereits vorgestellt,
einer inhaltlichen als auch strukturellen Überarbeitung. Er soll ein
klares Bekenntnis zu den bereits im „Uraufruf“ formulierten Grund-
werten unserer Gesellschaft darstellen. Wir brauchen aber nicht nur
einen zivilgesellschaftlichen Aufruf, der ein tolerantes Wertever-
ständnis formuliert, sondern auch viele Unterstützer- und vor allem
MitstreiterInnen, die aktiv an der Umsetzung der gesammelten Ideen
mitwirken.

Der bereits seit längerem begonnene Wandel des Riesaer Appell von
einem reinem Aufruf hin zu einem aktiven Aktionsbündnis macht eine
Neustrukturierung notwendig, die wir mit Dir/Ihnen vollziehen wollen.

Deshalb laden wir Dich/Sie zu dem offiziellen Neugründungstreffen des
Riesaer Appell 2.0

am 30. Mai | 18 Uhr | in die Schlossremise (Kirchstraße 46a) ein.

Vorschlag zur Tagesordnung:

1. Diskussion und Abstimmung zum Aufruf „Riesaer Appell 2.0“

2. Diskussion und Abstimmung zur Struktur des „Riesaer Appell 2.0“

3. Bericht der am 12. März gewählten kommissarischen Sprecher-
Innengruppe

4. Wahl einer neuen SprecherInnengruppe

5. Bildung von Aktiongruppen zur Ideenumsetzung (Welche Ver-
anstaltungen, Ideen von den Themenwänden etc. sollen zeitnah,
durch wen umgesetzt werden?)

In der Anlage finden Sie den Vorschlag für den Aufruftext „Riesaer
Appell 2.0“. Änderungsvorschläge können bereits im Vorfeld unseres
Treffens an netzwerkstelle@sprungbrett-riesa.de geschickt oder direkt
am 30. Mai eingebracht werden. Ebenfalls in der Anlage finden sie den
Vorschlag der kommissarischen SprecherInnengruppe zur Neustruk-
turierung des Riesaer Appell 2.0. Auch hier sind Änderungsvorschläge
im Vorfeld oder zum Treffen möglich.

– SprecherInnengruppe Riesaer Appell –

>> Kontakt für Info und Rückmeldung
Netzwerkstelle Riesa | von (03525) 500 322

Anlagen

EINLADUNG ZUR NEUGRÜNDUNG ‘RIESAER APPELL 2.0’ | 12. MÄRZ | 10 – 13 UHR | FESTSAAL RIESENHÜGEL

für den 12. März planen wir (der InitiatorenInnenkreis RA) die
Neugründung des ‚Riesaer Appell 2.0‘. Wir möchten damit auf
die neuen gesellschaftlichen Aufgaben – insbesondere auch in Bezug
auf das Thema ‚Asyl‘ – reagieren. Zudem wünschen und erhoffen
wir uns eine gesellschaftliche Öffnung des Appells für eine breite
Teilhabe und Mitwirkung.

Details zur Veranstaltung und der Wortlaut des Aufrufs sind an
dieser Stelle nachzulesen.

Die Netzwerkstelle Riesa erteilt gern Auskunft.


 

hier die Einladung zur Neugründung abrufen:

Einladung ‚Riesaer Appell 2.0‘
Einladung Arabisch
12. März | 10 bis 13. Uhr | Riesenhügel, Festsaal

Die Bleibenden – wie Flüchtlinge seit 20 Jahren Deutschland verändern | 17. März | Lesung im MGH

Am 17. März veranstaltet die Netzwerkstelle Riesa in Kooperation mit der
sächsischen Landeszentrale für politische Bildung eine Lesung unter
dem Titel „Die Bleibenden – wie Flüchtlinge seit 20 Jahren Deutschland
verändern“.

Wir laden Sie herzlich ein:

17. März | 19 Uhr | MGH Gröba

Bildschirmfoto 2016-02-17 um 08.57.51

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Zum vergrößern bitte klicken)

Mehrgenerationenhaus Gröba (MGH) | Alleestraße 88 | 01591 Riesa

 

Interkultureller Stadtspaziergang – Herbstferienfreizeit mit Migrantenfamilien

An dieser Stelle ist eine kurze Filmdokumentationen zu einer unserer Freizeiten
in den Herbstferien zu sehen. Das Projekt wurde unter dem Namen ‚talk and walk‘
durchgeführt. Familien aus verschiedenen Nationen haben gemeinsam mit
Besuchern unseres ‚aufLadens‘ Riesa erkundet. An insgesamt fünf Tagen wurden
Einrichtungen und Orte im Stadtgebiet besucht, gemeinsam gekocht, gegessen,
gesungen und kreativ gestaltet.

2. AbendPicknick | 13. Sep | 15 – 18 Uhr | GUT Göhlis

Bildschirmfoto 2015-09-01 um 12.48.03


„Menschen ein Gesicht geben“ –
Abendpicknicks werden fortgesetzt

Zum Riesaer „Abendpicknick“ auf dem Rathausplatz,
inklusive Gegendemonstration zum zeitgleich statt-
findenden NPD-Aufmarsch, am 18.08.2015 fanden
sich ca. 200 größtenteils Riesaer Einwohnerinnen
und Einwohner ein, darunter auch zahlreiche Asyl-
Bewerberinnen und Asylbewerber.

„Es haben bei diesem Abendpicknick in Riesa viele
interessante Begegnungen zwischen Menschen ver-
schiedener Nationalitäten stattgefunden.

>>Veranstaltungflyer hier downloaden

Diese ungezwungene Art der Begegnung und des Kennenlernens zwischen den
verschiedenen Einwohnerinnen und Einwohnern unserer Stadt wollen wir in
einer losen Reihe an unterschiedlichen Standorten fortsetzen.“ so Andreas
Näther einer der Initiatoren des Riesaer Appells.

Der Initiatorenkreis Riesaer Appell meint: „Viele der neuen Riesaer Einwohner mit
unterschiedlicher Nationalität wollen sich integrieren, suchen gesellschaftlichen und
sozialen Anschluss und manch alteingesessene Riesaer sind gern bereit dabei zu helfen
und sich für Flüchtlinge zu engagieren.

Die Forderung dass sich Asylsuchende besser integrieren sollen, setzt Angebote von
Integrationsmöglichkeiten und eine entsprechende gesellschaftliche Offenheit voraus.
Integration ist keine Einbahnstraße.

Mit den geplanten Veranstaltungen wollen wir einen Rahmen für Begegnung schaffen,
der diesen Austausch möglich macht und nicht zuletzt ein deutliches Zeichen gegen
Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz setzen. Bei der dringend gebotenen Diskussion
über den politischen Umgang mit den anwachsenden Flüchtlingsstr.men dürfen Asyl-
suchende nicht zur Zielscheibe von politischen Auseinandersetzungen werden.
Asylsuchende die in Riesa Unterkunft gefunden haben sind Einwohner von Riesa –
vielleicht nur für begrenzte Zeit aber nicht zweiter Klasse.“

Alle interessierten und offenen Bürgerinnen und Bürger sind deshalb herzlich am Tag
des offenen Denkmals, dem 13.September 2015 von 15.00 – 18.00 Uhr zum 2. Abend-
picknick, diesmal unter dem Motto „Denk-Ma(h)l …..!“ auf das Gut Riesa-Göhlis incl.
Tierheim eingeladen. Die Verpflegung wird wieder von der Volxküche Riesa über-
nommen, Besucher können gern mit Spenden zur Picknicktafel beigetragen.

Historisch interessierte können in den alten Gemäuern einiges über die Geschichte
des 157 Jahre alten Gutes und der 800 jährigen Dorfgeschichte erfahren. Im Außen-
Gelände laden verschiedene Sitz-und Aktionsplätze zum Verweilen und miteinander
reden, singen, musizieren, spielen ein. An der Picknicktafel ist für jeden alten und
neuen Einwohner aus Riesa und Umgebung Platz. Seine Freuden, Erlebnissen,
Erfahrungen, Fähigkeiten, Fragen, Sorgen, Ängsten und Ideen sind für ein vielfältiges
und lebendiges Miteinander in unserem Gemeinwesen und die anstehenden gesell-
schaftlichen Integrationsaufgaben hier vor Ort wichtig. Eine offene kritische und faire
Auseinandersetzungen um gut Lösungsansätze ist notwendig – Machen Sie mit.

Aktionsbündnis „Riesaer Appell“

>>an dieser Stelle sei noch einmal auf die Dokumentation der letzten
‚Picknickveranstaltung‘ vom 18. August verwiesen, die hier als PDF eingestellt ist

Riesaer setzten Zeichen für Solidarität mit Asylbewerbern und gegen rechtsextreme Hetze

utaknebel

Am Dienstag, den 18. August haben sich ca. 300 Riesaer BürgerInnen
auf dem Rathausplatz zusammen gefunden, um symbolisch Solidarität
mit asylsuchenden Menschen zu bekunden und sich aktiv gegen rechts-
extreme Hetze und eine Vereinnahmung des Themas Asyl auszusprechen.

Berichterstattung und weiterführende Links finden Sie hier:

 

*Foto – Uta Knebel

Menschen ein Gesicht geben | Abendpicknick auf dem Rathausplatz | 18. August, 17 – 20 Uhr

Das Aktionsbündnis „Riesaer Appell“ lädt für Dienstag, den 18. August in der Zeit
von 17.00 – 20.00 Uhr auf den Riesaer Rathausplatz zu einem Abendpicknick unter
dem Motto „Menschen ein Gesicht geben“ ein.

Wir wollen mit Asylsuchenden/ Flüchtlingen und Riesaer Bürgern bei gemeinsamen
Essen und Musik ins Gespräch kommen, einander zuhören und mehr voneinander erfahren.

Eine zentrale Aussage des Riesaer Appells lautet: „Hass auf Menschen, den die NPD permanent
schürt und propagiert, werden wir jetzt und in Zukunft nicht dulden.“ Vorurteile und Ressen-
timents können vor allem dort Fuß fassen, wo keine Begegnung auf Augenhöhe zwischen
Mitmenschen stattfindet.

Wir appellieren an die Bürgerinnen und Bürger in Riesa sich nicht von rechtsextremer Hetze
beeinflussen zu lassen und für ein Klima des gegenseitigen Respekts und der Solidarität mit
Asylbewerbern und allen Mitmenschen in Riesa und Umgebung einzutreten. Das Abendpicknick
bieten dazu eine Gelegenheit.

Das Thema Asyl beherrscht die öffentliche Diskussion – am Stammtisch, in der Familie, den
Medien und auch in den Parlamenten. Allerorten wird mehr oder weniger (un)differenziert
über Flüchtlinge, Fluchtgründe, Aufnahmekapazitäten und den Umgang mit Menschen
gesprochen die in unserem Land Asyl beantragen.

Genauso gibt es Verunsicherung und Frust unter Menschen, die mit ihrer Lebenssituation
unzufrieden sind. Auch sie werden zu oft zu wenig und undifferenziert betrachtet. Wir stellen
fest, dass wir generell zu wenig miteinander sprechen.

Wer kommt denn eigentlich in unsere Stadt? Was hat diese Menschen bewogen ihre Heimat zu
verlassen? Was erhoffen und erwarten sie sich hier? Warum kommen Menschen überhaupt in
Notlagen, dass sie auf staatliche Hilfe angewiesen sind? Was müssen sie stellenweise erleben,
ehe sie die ihnen zustehenden Leistungen bekommen. Antworten auf diese und andere Fragen
kann man sich in Statistiken und als Diagramme zusammengefasst auf amtlichen Webseiten,
bei selbsternannten Heimatschützern und abendländische Patrioten oder bei den bunten Bünd-
nissen und lokalen Initiativen die sich für eine Willkommenskultur und Soziale Gerechtigkeit
einsetzen holen. Die wirklichen Antworten wird man aber nur erfahren, wenn man hinter
diesen Zahlen den Mitmenschen wahrnimmt. Wir haben es eben nicht mit prozentualen
Anteilen, Kontingenten, sicheren oder unsicheren Herkunftsländern zu tun, sondern mit
Einzelschicksalen und Individuen.

Das Aktionsbündnis „Riesaer Appell“ lädt deshalb für 

Dienstag, den 18. August
in der Zeit von 17.00 – 20.00 Uhr 
auf den Riesaer Rathausplatz 

zu einem Abendpicknick unter dem Motto „Menschen ein Gesicht geben“ ein. Wir wollen mit
Asylsuchenden/ Flüchtlingen (den neuen Riesaern) und Riesaer Bürgern bei gemeinsamen
Essen und Musik ins Gespräch kommen, einander zuhören und mehr voneinander erfahren.
Die Riesaer Volxsküche wird sich um das eigentliche Picknick kümmern (wie bei einem
richtigen Picknick üblich kann von den Besuchern gern auch eigenes Obst und Gemüse
mitgebracht werden). Ein Infostand zum Thema Asyl und Soziale Leistungen wird ebenso
vor Ort sein, wie einige Dolmetscher.

Eine zentrale Aussage des Riesaer Appells lautet: „Hass auf Menschen, den die NPD permanent
schürt und propagiert, werden wir jetzt und in Zukunft nicht dulden.“ Vorurteile und Ressen-
timents können vor allem dort Fuß fassen, wo keine Begegnung auf Augenhöhe zwischen Mit-
menschen stattfindet. Wir appellieren an die Bürgerinnen und Bürger in Riesa sich nicht von
rechtsextremer Hetze beeinflussen zu lassen und für ein Klima des gegenseitigen Respekts und
der Solidarität mit Asylbewerbern und allen Mitmenschen in Riesa und Umgebung einzutreten.

Das Abendpicknick bietet dazu eine Gelegenheit.

Aufruf an Träger – Ausschreibung Konzeption Jugendforum

Ausschreibung bis zum 26. Juni verlängert!
Im Landkreis Meißen ist der Aufbau eines Jugendforums geplant.
Bewerben können sich Träger, die landkreisweit u.a. im Bereich
Jugendhilfe aktiv sind. Die Ausschreibung zur Konzeptentwicklung
erfolgt durch die regionalen Partnerschaften für Demokratie.

Die beiden Partnerschaften für Demokratie „Riesa & kommunale Partner“
sowie „Coswig, Diera-Zehren, Moritzburg, Niederau, Radebeul, Radeburg,
Weinböhla“ planen zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen im
Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ in der Förderphase bis
2019 den Aufbau eines Jugendforums im Landkreis Meißen. Das aufzubauende
Jugendforum soll von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet werden.
Die Begleitausschüsse der beiden Partnerschaften für Demokratie haben in
ihren Sitzungen beschlossen, die Konzeptentwicklung eines Jugendforums im
Landkreis Meißen auszuschreiben. Gesucht ist ein landkreisweiter Träger, der
ab Juli ein Konzept für und mit Jugendlichen entsprechend der Zielsetzungen
des Bundesprogramms entwickelt und die Konzeption ab dem kommenden Jahr
umsetzt und begleitet. Die ausführlichen Ausschreibungsunterlagen sind auf der
Homepage der jeweiligen Koordinierungs- und Fachstellen unter
www.netzwerkstelle-riesa.de und www.aktionsplan-comora.de zu finden.

 

>> Ausschreibung als PDF

Netzwerkstelle mit neuer Homepage

Die Netzwerkstelle Riesa ist seit Februar 2015 mit einer neuen Seite im Internet
zu finden. Bisher wurde aktuelle Informationen zum Bundesprogramm „Toleranz
fördern-Kompetenz stärken“ unter www.lap-rg.de eingestellt.
Mit dem 1. Januar ist ein neues Bundesprogramm zur Förderung von Demokratie
und Vielfalt unter dem Titel „Demokratie leben!“ angelaufen. Die Netzwerkstelle
ist als Koordinierungs- und Fachstelle u.a. für die Beratung von Antragstellern, für
die Koordinierung der Begleitausschussarbeit sowie für die Mittelabrechnung zuständig.

Mitglieder des Begleitausschusses berufen

Am 26. Januar wurden im Rahmen der konstituierenden Sitzung des
Begleitausschusses der ‚Partnerschaft für Demokratie – Riesa & kommunale Partner‘
10 Personen durch Herrn Bürgermeister Lindner in ihr neues (Ehren)Amt berufen.

Zum 1. Januar 2015 hat das Bundesprogramms „Demokratie leben!“
die Arbeit aufgenommen. Gefördert werden Projekte und Initiativen, die sich
mit der Förderung von Demokratie und dem Wirken gegen Extremismus befassen.
Die Förderregion umfasst neben Riesa unter anderem auch die Kommunen Großenhain,
Strehla, Gröditz, Stauchitz, Lommatzsch und Nossen.
Die Stadt Riesa ist antragstellende Kommune und reicht gemeinsam mit der Koordinierungsstelle
beim Sprungbrett e.V. die Fördermittel an Projektträger aus.
Anträge können bei der Netzwerkstelle Riesa eingereicht werden. Der Begleitausschuss
trifft eine individuelle Förderentscheidung im Anschluss an die Projektvorstellung in der Ausschusssitzung.

Das Programm fordert eine gleichberechtigte Mitwirkung von BürgerInnen
und staatlichen Akteuren. Dieser Forderung wird mit der Besetzung des Gremiums durch
Akteure aus verschiedenen Tätigkeitsbereichen und gesellschaftlichen Feldern
Rechnung getragen.

Begleitausschuss